DIE WEISSBORN-STORY. EPISODE 1: TÜRKEI

Erstellt von JOHANNES WEISSBORN / NORA DEJACO am 22. August 2017 in Beiträge

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Die Hauptstadt am Bosporus gibt mir den ersten Vorgeschmack auf den asiatischen Kontinent, den ich mit dem Überqueren der Brücke nun erreiche. Diese Stadt ist das Tor zu einer anderen Welt. Massen an Autos, Dynamik und Unruhe. Alles ist ständig in Bewegung. “Pass auf den Verkehr auf, das ist etwas, dass du aus Europa nicht kennst”, ist die erste Nachricht meines Gastgebers.

Der Verkehr zieht sich wie riesige Pulsadern, mit dreispurigen Autobahnen, durch die Stadt. Dieser Puls lässt mich mit Menschen zusammentreffen, deren Freundlichkeit die in Europa erlebte um einiges übersteigt. Aus drei geplanten Tagen werden darum rasch zehn intensive Tage, mit einer Motorradausfahrt an die Küste des Marmarameeres, langen Abenden in den unterschiedlichen Vierteln, einer Tanznacht in der - nach Buenos Aires - größten Tangostadt der Welt und mit vielen unglaublichen Eindrücken, Gerüchen, Geschmäckern. Hier, in den unterschiedlichen Vierteln des ehemaligen Konstantinopels, im heutigen Istanbul.

In mir hat sich bereits nach einigen Tagen ein Heimatgefühl entwickelt. Der Abschied aus Istanbul fällt schwer, doch liegt die Südwestküste vor mir. Es erwarten mich Sonnenuntergänge, die auch die Trojaner schon miterlebt haben. Der Schauplatz der griechischen Geschichte und in der Luft noch immer das Knistern der Schlachten aus einer anderen Zeit. Jahrtausende alte Ruinen und Ausgrabungsstätten, Hügel mit Olivenbäumen. All das durchquere ich begleitet vom knackigen Gebrüll meiner KTM.

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Quer durch die Mitte, Kappadokien, mit einzigartigen Felsenformationen. In einer Staubschleife bewege ich das Motorrad durch diesen sonderbaren Ort.

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Der Weg Richtung Osten lässt die Straßen immer schlechter werden und ich klettere immer weiter hoch, auf meinem Motorrad, sodass ich mich bald auf der anatolischen Hochebene befinde und mich so schnell es mir möglich ist Richtung Iran bewege. Ein Treffen mit Freunden aus Wien steht in Teheran bevor.

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In einer kalten Nacht, auf der Suche nach einem geeigneten Platz um mein Zelt aufzuschlagen, bleibe ich an einer Lichtung stehen und muss feststellen, dass mein Kennzeichen verschwunden ist. Die Suche, die bis spät in die Nacht dauert, bleibt leider erfolglos. Aber auch wenn ich durch dieses Geschehen meine Freunde im Iran leider verpasst hatte, ergab sich durch den Lösungsfindungsprozess eine ganz neue Situation und ich hatte das Vergnügen, Trabzon zu erkunden, mit einer traditionell lebenden Familie im Herzen Anatoliens Zeit zu verbringen und ihre Sichtweise der Türkei und des Lebens kennen zu lernen.

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Nach einer Woche an der Schwarzmeerküste, viel Fisch, unzähligen Tees, und jeder Menge neuer Bekanntschaften ist alles soweit und bereit für die Reise Richtung Dogubeyazit, der letzten Stadt vor dem nächsten Ziel, dem Iran.
Am Horizont erhebt sich der mächtige Ararat mit seinem schneebedeckten Gipfel, mit 5.137m der höchste Punkt der Türkei. Dem Mythos zufolge soll an einer Stelle, auf ca. 4.000m Höhe ein Holzstück der damals gestrandeten Arche Noah gefunden worden sein.
Eine Nacht am einzigen Campingplatz der Stadt an einem anliegenden Berg und eine 20km lange Straße durch die Wüste sind das Einzige, was mich von der Grenze zum Iran trennt. Ein Hauch des Orients liegt bereits in der Luft.

FOTOS


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